breaking news New

Über 1.900 Tablets für Digital-Unterricht an Siegener Schulen

Unter anderem die Glückaufschule in Weidenau erhielt heute weitere Tablets, die Bürgermeister Steffen Mues stellvertretend an Schulleiterin Anna Withake übergab. Foto: Stadt Siegen

Eine große Lieferung digitaler Endgeräte kam heute (Donnerstag, 14. Januar) in den Schulen der Stadt Siegen an: 17 Grundschulen, acht weiterführende Schulen, die Pestalozzi-Förderschule und das Weiterbildungskolleg erhalten mehr als 1.900 Tablets für das Lernen und Lehren im Distanzunterricht. Als erste Schule erhielt heute Vormittag die Glückaufschule in Weidenau die benötigten Endgeräte, die Bürgermeister Steffen Mues stellvertretend an die Schulleiterin der Grundschule, Anna Withake, übergab.

Der kommunale IT-Dienstleister Südwestfalen-IT (SIT) organisiert die Auslieferung und technische Einrichtung der mobilen Endgeräte. Die Stadt Siegen gehört dank der frühzeitigen Ausschreibung zu den ersten drei Kommunen, die auf diese Weise jetzt beliefert werden konnten. „Die städtische Schulverwaltung hat die Tablets schon vor Monaten bestellt und sich mit großem Einsatz um die Beschaffung gekümmert. Gut, dass die Geräte nach den Lieferengpässen der letzten Wochen jetzt endlich an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden können“, sagte Steffen Mues mit Blick auf den verordneten Distanzunterricht in allen Klassen, mit dem die Mehrheit der Siegener Schulen bereits am Montag dieser Woche begonnen hat. „Die Tablets werden die derzeit schwierige Lernsituation hoffentlich deutlich verbessern.“

Werbeanzeige


„Es ist ein beruhigendes Gefühl, dass wir nun auch die Kinder digital ausstatten können, die laut unserer Abfrage Bedarf haben. Die Koordination der Schulcloud, der digitalen Wochenpläne, Erklärvideos oder die Durchführung von Videokonferenzen kann so effektiver umgesetzt werden“, erklärte Schulleiterin Anna Withake.

Werbeanzeige


„Unsere Schulen waren gut vorbereitet und haben seit dem Sommer die Zeit genutzt, sich auf die unterschiedlichsten Szenarien vorzubereiten“, so Schuldezernent André Schmidt. In den Grundschulen der Stadt Siegen werde die angebotene (Not-)Betreuung aber eher in geringem Maße in Anspruch genommen. Je nach Größe der Schule werden zwischen zwei und 20 Kinder betreut, für die Klassen 5 und 6 liegen nur vereinzelte Anfragen vor.

Die mobilen Endgeräte sind zunächst für diejenigen Kinder und Jugendlichen gedacht, die bislang keine oder wenige Möglichkeiten hatten, auch zu Hause mobil bzw. digital zu lernen. Auch wenn in vielen Familien ein Computer, Notebook oder Tablet vorhanden ist – bei mehreren schulpflichtigen Geschwisterkindern im „Homeschooling“ kann es schnell eng werden. Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatten das Land NRW und der Bund entsprechende Fördermittel aufgelegt, die Umsetzungen des „Sofortausstattungs-programms“ leisteten die Städte und Gemeinden.

Dafür hat die Schulverwaltung der Stadt Siegen bereits im vergangenen Spätsommer die Bedarfe in den einzelnen Schulen abgefragt und die Förderanträge so früh wie möglich auf den Weg gebracht. Die Ausschreibung wurde von der städtischen Schulverwaltung frühestmöglich vorbereitet und durchgeführt, anfängliche Lieferschwierigkeiten begründen den späten Auslieferungszeitpunkt.

„Die Stadt Siegen ist dabei, die weitere Digitalisierung der Schulen voran zu bringen. Für die Anschaffung der mobilen Endgeräte hat die Schulverwaltung den vollen Förderbetrag ausgeschöpft, einschließlich Eigenbudget stehen uns rund 1,2 Mio. Euro an Mitteln zur Verfügung“, erklärt Schuldezernent Schmidt. Insgesamt werden rund 2.400 mobile Endgeräte angeschafft. Darüber hinaus sind durch die zunehmende Digitalisierung der Schulen 2021 „erheblich mehr Mittel im städtischen Haushalt für Support, Anschaffungen und weitere Kostenpositionen vorgesehen“.

Leihverträge mit Eltern und Schülern

Die neuen Tablets befinden sich im Eigentum der Stadt Siegen. Endgeräte, Schutzhülle und Netzteil werden im Rahmen eines Leihvertrags, den die Erziehungsberechtigen bzw. volljährigen Schüler mit der Stadt Siegen abschließen, kostenfrei an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben. In Absprache mit den Schulleitungen wurde sich darauf verständigt, so genannte „Tablet-Klassensätze“ zu bilden. Über die konkrete Verteilung entscheiden die Schulen selbst – wie jetzt beim flächendeckenden Lernen auf Distanz oder auch bei einzeln angeordneten Quarantänemaßnahmen.

0 Kommentare

Kommentar schreiben



Login

Welcome! Login in to your account

Remember me Lost your password?

Lost Password