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Ü65 holt den Titel des Deutschen Meisters in Bochum-Wattenscheid

Der 'Deutsche Meister' stellte sich wie folgt auf: Stehend von links: Trainer Leo Schmoranzer, Werner Krönert, Bernd Halbach, Gösta Schild-Reinhardt, Leo Kölsch, Jean Haddad, Schiedsrichter Jürgen Hartmann, Lothar Blecher, Spielführer Wolfgang Freund. Kniend von links: Klaus-Detlef Hoß, Hamid Kermani, Hans-Georg Schmidt, Hans-Jürgen Wolf und Heinz-Bernd Freund.

Vor drei Wochen stand die Ü-65-Kreisauswahl Siegen-Wittgenstein bei der Westfalenmeisterschaft ganz oben auf dem Siegertreppchen. Bei der zum neunten Mal ausgespielten Endrunde um die QDM 2022 (Quasi Deutsche Meisterschaft) der Altersklasse Ü65 auf Kleinfeld (sieben gegen sieben in zweimal zehn Minuten) errang der mehrmalige und amtierende Deutsche Meister im Kampf gegen die Teams aus Bochum, Höxter und Kreis Berg wieder den heiß begehrten Titel. Nur vier Teams konnten der Einladung folgen, die an 40 Vereine und Auswahlmannschaften der deutschen Ü-65-Rangliste ergangen war.
Die letzte inoffizielle Deutsche Meisterschaft auf Kleinfeld für die Ü65 Altersklasse fand Corona-bedingt vor drei Jahren am 08. Juni 2019 statt. Ausrichter Heinz-Jürgen Busch von der SG Wattenscheid 09 musste bei der Organisation des Turniers zahlreiche neue Ansprechpartner in der Verwaltung über das Turnier informieren, um dann die notwendige Unterstützung Vorort zu erhalten. Seine Arbeit im Vorfeld wurde von den teilnehmenden Mannschaften mit starkem Applaus bedacht. Besonderen Applaus bekamen auch die beiden Schiedsrichter für ihre Leistung. Besonders erwähnenswert ist, dass der Siegener Jürgen Hartmann als Schiedsrichter in Wattenscheid fungierte.
Im ersten Vorrundenspiel gegen die Kreisauswahl Berg fanden die Oldies aus den Siegerland und Wittgenstein noch nicht den richtigen Spielfluss. Deutlich wurde im Spielverlauf, dass die Abwehr mit Torwart Hans-Jürgen Wolf sehr sicher spielte und dem Gegner keine Torchance bot. Da der Angriff noch nicht seine Durchschlagskraft fand, endete das Spiel mit einem 0:0. Dennoch zeigte sich, dass die Kreisauswahl Siegen-Wittgenstein bei der Vergabe des inoffiziellen Deutschen Meistertitels ein Wörtchen mitsprechen kann.
Das zweite Vorrundenmatch gegen die starke Kreisauswahl Bochum wurde aus einer sicheren Abwehrleistung gestaltet. Die wenigen eigenen Angriffe führten in der siebten Minute zum Erfolg. Bernd Halbach zog aus 12 Metern ab und der Ball schlug sehenswert im oberen rechten Toreck zum 1:0 ein. Die Restspielzeit war geprägt durch sicheres Ballspielen in den eigenen Reihen, so dass es beim Endergebnis von 1:0 blieb.
Das dritte Vorrundenspiel gegen die Kreisauswahl Höxter endete wie das erste Vorrundenspiel 0:0.
Die Teams aus dem Kreis Höxter und Siegen-Wittgenstein schlossen die Vorrunde mit jeweils 5 Punkten und einem Torverhältnis von1:0 ab, so dass der Tabellenerste durch Neunmeterschießen ermittelt werden musste. Hier zeigte sich, dass die heimischen Oldies mit Leo Kölsch, Wolfgang Freund und Bernd Halbach drei sichere Neunmeterschützen hatten. Hans-Jürgen Wolf als Torwart brillierte mit reaktions-schnellen Paraden. Vier von fünf Neunmetern wurden von ihm abgewehrt. Das Neunmeterschießen endete mit 3:1 für das heimische Team, das damit Tabellenerster der Vorrunde wurde und sich für das Halbfinale qualifizierte.
Im Halbfinale trafen sie auf die Kreisauswahl Bochum. Auch in diesem Spiel wollte das „SI“-Team aus einer sattelfesten Abwehr mit schnellen Kontern zum Erfolg kommen. Es entwickelte sich ein auf hohem Niveau stattfindendes Halbfinalspiel. Wie sooft, wenn diese beiden Teams aufeinander treffen, ist der Spielverlauf offen. Eine Großchance der Bochumer machte Werner Krönert im letzten Moment zunichte, indem er dem ballführenden gegnerischen Stürmer den Ball zur Ecke weg spitzelte.
Kurz vor Spielschluss kann Wolfgang Freund nach einem Doppelpass mit Hans-Georg Schmidt im Bochumer Strafraum zum Abschluss, doch sein Schuss ging rechts am Tor vorbei. Somit blieb es beim 0:0 und die Entscheidung für den Endspieleinzug musste im nachfolgenden Neunmeterschießen fallen. Für das Neunmeterschießen wechselten die Bochumer den Torwart und stellen mit Manfred Behrendt einen sympathischen ehemaligen 2. Bundesligatorwart von Wattenscheid 09 und Göttingen 05 zwischen die Pfosten.
Bei einem vor Jahren stattgefundenem Neunmeterschießen im Endspiel um die Ü-60 Deutsche Meisterschaft hielt Manfred Behrendt alle geschossenen Neunmeter der „SI“-Oldies. Man durfte also gespannt sein, wie diesmal das Neunmeterschießen ausgeht.
Leo Kölsch und Hans-Georg Schmidt ließen dem Bochumer Torwart keine Chance während er bei den Neunmetern von Bernd Halbach und Wolfgang Freund die Hand am Ball hatte, aber der Ball dennoch die Torlinie überschritt.
Zwischenzeitlich hatten auch die Bochumer ihre Neunmeter geschossen. Hier zeigte noch einmal Hans-Jürgen Wolf seine Stärke als „Neunmetertöter“. Drei von fünf Neunmeter konnte er wieder überragend parieren.
Somit endete das Halbfinalspiel nach einem spannenden Neunmeterschießen mit 4:2 für die Kreisauswahl Siegen-Wittgenstein. Damit war der glückliche Einzug ins Endspiel geschafft.
Wie schon bei der diesjährigen Westfalenmeisterschaft hieß der Endspielgegner Kreisauswahl Höxter. So glücklich der Halbfinalsieg der Oldies aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein war, so überlegen spielte das „SI“-Team im Endspiel. Schon nach wenigen Minuten war Bernd Halbach mit einem sehenswerten Schuss mit sehr viel Effet in die untere rechte Torecke erfolgreich und öffnete damit weit das Tor zum Titelgewinn. Wolfgang Freund erhöhte kurz danach auf 2:0. Noch vor der Pause erhöhte Gösta Schild-Reinhardt nach Vorlage von Bernd Halbach auf 3:0. Auch nach der Halbzeitpause folgten weitere Tore: 4:0 durch Hamid Kermani, 5:0 durch Jean Haddad und das 6:0 durch Leo Kölsch.
Mit diesem 6:0 Endspielsieg hat die Ü-65-Kreisauswahl Siegen-Wittgenstein den Deutschen Meistertitel von 2019 erfolgreich nach langer Corona-Pause verteidigt.
Trainer Leo Schmoranzer und sein Trainer- und Betreuerteam hatten wieder einmal ein glückliches Händchen bei der Aufstellung der Mannschaft. Darüber hinaus verstand es Trainer Leo Schmoranzer über das gesamte Turnier seine Spieler zu motivieren und die taktische Ausrichtung erfolgreich zu vermitteln. Der Erfolg ist wieder einmal das Ergebnis, dass alle Spieler ihr Leistungs- und Konditionspotential zu einer überragenden Gesamtleistung eingebracht haben. Besonders erwähnenswert ist die überragende Leistung von Hans-Jürgen Wolf, der nicht nur als mitspielender Torwart sondern auch als „Neunmetertöter“ eine Säule des Erfolges war.

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